Zum Schulstart das erste Taschengeld
Mittwoch, 15.07.2020

Zum Schulstart das erste Taschengeld

Taschengeld ist eine große Sache für Kinder. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um zu starten? Und wie viel gibt man am besten?

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Spätestens mit der Einschulung wird das Taschengeld ein wichtiges Thema: Wie hoch sollte es sein? Gibt es wöchentlich oder monatlich einen festen Betrag? Bekommt das Kind das Geld direkt, oder geht es gar auf ein eigenes Girokonto? Und wofür darf es überhaupt ausgegeben werden?

Warum Taschengeld wichtig ist

Durch Taschengeld lernen Kinder, wie sie vernünftig mit ihrem Geld umgehen. Sie verstehen, dass ein Euro nur einmal ausgegeben werden kann, dass Dinge unterschiedlich viel Geld kosten und sie sich nicht immer alles leisten können, was sie gerne hätten. So lernen sie auch, Entscheidungen zu treffen und vorausschauend zu planen.

Mit dem Schuleintritt beginnen

Experten empfehlen, mit der Zahlung von Taschengeld zum Schuleintritt zu beginnen. In dem Alter können Kinder bereits mit kleinen Beträgen rechnen und bestimmte Zeiträume überblicken – wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit ihrem Taschengeld.

Entscheidend: Familienbudget und Alter

Wie viel Taschengeld ein Kind bekommt, hängt natürlich in erster Linie vom Familienbudget ab. Nachdem die Frage geklärt ist, wie viel grundsätzlich für Taschengeld zur Verfügung steht, spielt vor allem das Alter des Kindes eine Rolle. Für den Anfang sind geringe, aber dafür wöchentliche Beträge geeignet. Ältere Kinder, die schon größere Zeiträume überblicken können, bekommen ihr Taschengeld einmal im Monat.

Zur Höhe des Taschengeldes geben Experten Richtlinien, an denen sich Eltern orientieren können. Für Sechs- bis Siebenjährige empfehlen sie etwa zwei Euro Taschengeld pro Woche, für Kinder im Alter von zehn bis elf Jahren monatlich 18 bis 21 Euro und für Jugendliche im Alter von sechzehn bis siebzehn Jahren zwischen 46 und 61 Euro im Monat.

Entscheidend ist, dass Eltern sich mit ihrer Wahl wohlfühlen. Und: Wichtiger, als einen möglichst hohen Betrag zu zahlen, ist, dass das Kind den Umgang mit Geld lernt und dessen Wert versteht.

Regeln geben Orientierung

Eltern und Kind vereinbaren am besten Regeln für den Umgang mit dem Taschengeld. Das Geld wird dem Kind dann zu einem festen Zeitpunkt gegeben, zum Beispiel jeden Sonntag oder am ersten Tag des Monats.

Zudem wird mit dem Kind besprochen, was es von nun an selbst kauft. Dinge des täglichen Bedarfs wie Schulmaterialien und Kleidung besorgen weiterhin die Eltern; die Kinderzeitschrift, die extra Tüte Naschsachen oder Aufkleber für das neue Sammelalbum übernimmt das Kind nun aber selbst. Wichtig ist, dass Kinder selbst entscheiden dürfen, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben. Auch wenn das bedeutet, dass das Taschengeld vielleicht einmal schon aufgebraucht ist, die nächste Zahlung aber noch auf sich warten lässt. Eltern bleiben hier am besten konsequent. So lernt das Kind, dass es sein Geld eben nur einmal ausgeben kann.

Die nächste Stufe: Taschengeld sparen

Je älter die Kinder werden, desto größer werden die Wünsche. Dann möchten sie auch mal etwas Besonderes, etwa die teuren Turnschuhe oder das angesagte Computerspiel. Dafür reicht das Taschengeld meist nicht aus. Dann heißt die Lösung: sparen. Und wenn der Wunsch sehr groß ist, fällt es meist auch leichter, einen Teil des Taschengeldes zur Seite zu legen. Wenn es dann endlich so weit ist und genügend Geld zusammen ist, ist die Freude besonders groß. Das erste selbst gekaufte Skateboard macht stolz und bringt oft noch mehr Freude, als wenn es ein Geschenk gewesen wäre – und daran erinnert man sich sicherlich auch noch als Erwachsener.

Wissen Sie noch, was Sie sich von Ihrem ersten Taschengeld gekauft haben? Oder wofür Sie zum ersten Mal gespart haben? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar – wir sind gespannt!

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