Nicht alle Eier in einen Korb legen
Mittwoch, 17.04.2019

Nicht alle Eier in einen Korb legen

Dieser Rat gilt nicht nur für den Osterhasen. Ein Nobelpreisträger gibt ihn allen, die ihr Geld am Kapitalmarkt anlegen wollen.

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Gibt es eine Regel, die Anleger stets beachten sollten? Für den Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz lautet sie: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“ Mit diesem bildlichen Vergleich sprach er sich für Vielfalt in der Kapitalanlage aus, also für eine breite Verteilung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen. Diese Strategie wird mit dem Fachausdruck Diversifikation bezeichnet.

Aber warum bringt diese breitere Aufstellung bei der Geldanlage Vorteile? Ganz einfach, weil dadurch Risiken besser verteilt werden können. Wer zum Beispiel sein ganzes Vermögen in eine einzelne Aktie investiert, setzt sich einem hohen Verlustrisiko aus. Schließlich wäre die Anlage komplett abhängig von dem wirtschaftlichen Erfolg – und entsprechend auch dem Börsenerfolg – dieses einen Unternehmens. Kauft der Anleger aber nicht nur eine Aktie, sondern ein ganzes Bündel, vermindert sich das eingegangene Risiko. Verluste bei einem Wertpapier können durch Gewinne bei einem anderen ausgeglichen werden.

Anlageklasse

Als Anlageklasse bezeichnet man eine Gruppe von Vermögenswerten mit ähnlichen Eigenschaften, zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Immobilien.

Das Anlagevermögen lässt sich sehr weit streuen

Die Diversifikation kann noch bessere Ergebnisse bringen, wenn das Vermögen noch breiter verteilt wird. So können etwa Aktien aus verschiedenen Branchen und Regionen helfen, mögliche Risiken abzufedern, wenn ein ganzer Industriezweig oder bestimmte Länder wirtschaftlich schwächeln. Das Vermögen lässt sich aber noch weiter streuen. Zum Beispiel auf unterschiedliche Anlageklassen wie Anleihen, Immobilien, Rohstoffe oder Währungen. Innerhalb dieser Anlageklassen bieten sich wiederum viele Möglichkeiten, unter einer großen Auswahl von Wertpapieren zu wählen und das Vermögen weiter zu diversifizieren. Klingt gut, aber wie?

Anleger stehen vor der Herausforderung, diese Theorie auch in die Praxis umzusetzen. Oft fehlen ihnen die Zeit und das Wissen, um aus unterschiedlichen Anlageklassen besonders aussichtsreiche Wertpapiere auszuwählen. Mit Investmentfonds gibt es eine Anlagemöglichkeit, die die Idee der Diversifikation in ganz unterschiedlicher Weise umsetzt. Bei den Fonds handelt es sich nämlich um Anlageprodukte, die in eine Vielzahl ausgewählter Wertpapiere anlegen. Es gibt Fonds, die auf einzelne oder auch auf mehrere Anlageklassen oder Themen spezialisiert sind. Da Fonds am Kapitalmarkt investieren, sind auch hier marktbedingte Kursschwankungen zu berücksichtigen. Durch die Streuung auf viele Wertpapiere fallen sie aber geringer aus als bei einer Einzelaktie. Anleger müssen nicht einmal über ein großes Vermögen verfügen, um so breit zu investieren. Bereits ab 25 Euro kann bei der Bank ein Fondssparplan abgeschlossen werden. So lässt sich mit Fonds die Risikostreuung bei der Kapitalanlage einfach umsetzen.

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