Wo die Reise hingeht
Mittwoch, 14.08.2019

Wo die Reise hingeht

In welchen Ländern ist der Urlaub besonders günstig?

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Sommerzeit ist Urlaubszeit: ob wandern in den Bergen, exotische Länder in Fernost entdecken oder einfach am Strand liegen und entspannen. Ziele gibt es für jeden Geschmack – und für jede Preisklasse. Die wohlverdiente Pause vom Alltag muss nicht immer das Budget sprengen. Auch für kleines Geld lässt sich prima Urlaub machen.

Günstig im Osten, teuer im Norden und Westen

Bei Bulgarien denken die meisten zunächst an Bettenburgen und Pauschaltourismus. Aber das Land am Schwarzen Meer hat mehr zu bieten. Fernab der Touristenregionen können Reisende an der Küste und im Hinterland viel unberührte Natur entdecken. Die Übernachtungen gibt es an manchen Orten schon ab 20 Euro. Bulgarien führt europaweit als Land mit den günstigsten Lebenshaltungskosten. Ungarn und Polen gelten ebenfalls noch als preiswerte Reiseländer und bieten Urlaubern mit schmalen Geldbörsen viel Abwechslung – ob Sie nun den Sonnenschein am ungarischen Plattensee genießen, die Schönheit der polnischen Ostseeküste oder historische Metropolen wie Budapest, Warschau und Krakau entdecken.

Kristallklares Wasser, schöne Strände und idyllische Küstenstädte findet man in Kroatien. Das Land an der Adria mag kein Geheimtipp mehr sein, das Preis-Leistungs-Verhältnis macht den Urlaub dort aber immer noch günstig. Eine Woche in Istrien im Ferienappartement bekommt man Ende September bei eigener Anreise zum Beispiel schon ab 130 Euro für zwei Personen.

Die fünf beliebtesten Reiseziele der Deutschen 2018

  • Ostsee
  • Spanien
  • Italien
  • Österreich
  • Bayern

(Quelle: Statista)

Deutlich teurer wird dagegen eine Reise in den hohen Norden. Der Inselstaat Island hat Abenteurern einiges zu bieten, gilt allerdings als hochpreisig. Allradantrieb ist dabei ein Muss, um die spektakuläre Natur mit ihren Vulkanen und Geysiren fernab der asphaltierten Straßen zu erkunden. Für einen geländegängigen Mietwagen werden im Sommer um die 700 Euro für eine Woche verlangt. Hinzu kommen Flug, Unterkunft und die für europäische Maßstäbe teure Verpflegung. Zwei Wochen mit Ausflügen kosten pro Person dann schnell rund 2.000 Euro. Auch der Sprung über den großen Teich ist ein eher teures Vergnügen: Für die USA muss für eine Rundreise mit etwa 1.000 Euro für eine Woche pro Person kalkuliert werden.

Ein Traum muss eine solche Reise jedoch nicht bleiben – vorausgesetzt, man fängt rechtzeitig an, finanzielle Rücklagen zu schaffen. Ein Fondssparplan zum Beispiel kann schon ab 25 Euro monatlich abgeschlossen werden.

Fernreise trotz knapper Kasse

Dagegen lockt das ferne Südostasien mit erheblich günstigeren Reisezielen. Zum Beispiel Thailand: Rucksacktouristen wissen, dass es dort sehr gutes und günstiges Essen an vielen Straßenecken für zwei bis drei Euro gibt. Übernachten in einer sauberen Herberge oder Strandhütte lässt sich dort ebenfalls für kleines Geld. Die Flüge dorthin sind das Teuerste, und auch die bekommt man bei rechtzeitiger Buchung regulär schon für um die 450 Euro. Tipp für Fernost: Reisestart an einem Wochentag planen. Das spart Flugkosten.

Und wie sieht es mit Urlaub im eigenen Land aus?

Wer meint, im eigenen Land verreist es sich am günstigsten, wird sich in manchen Regionen wundern. Eine Ferienwohnung im Schwarzwald mag verhältnismäßig preiswert sein. Urlauber, die im Sommer gern an die See fahren, sind mit dieser Idee jedoch nicht allein. In der Hauptsaison tummeln sich auf den Ostfriesischen Inseln und Sylt die Kurgäste. Entsprechend hoch sind die Mieten für Unterkünfte: Um die 80 bis 100 Euro pro Nacht kostet die Übernachtung auf den Inseln im Schnitt – Tendenz steigend. Um nicht auf Inselromantik zu verzichten, sollte am besten rechtzeitig und außerhalb der Saison gebucht werden. Tipp: Auf dem Festland in Küstennähe ist es in der Regel um einiges günstiger. Die Luft ist genauso gut, und die Inseln können bequem per Ausflug oder geführter Wattwanderung erkundet werden.

Viel Abenteuer, Übernachtung (fast) umsonst

Reiselustigen jungen Menschen fehlt es jedoch oft am nötigen Geld für einen Urlaubstrip. Auch dafür gibt es Möglichkeiten. Unkomplizierte und offene Weltenbummler, die gern den Kontakt zu Land und Leuten pflegen, können sich beim sogenannten Couchsurfing anmelden. So finden sie private Übernachtungsgelegenheiten in aller Welt und lernen Einheimische kennen.

Selbst ganze Familien müssen nicht auf ein solches Abenteuer verzichten. Hierfür bieten sich inzwischen weltweit Gelegenheiten, um mit anderen Familien die Wohnung oder das Haus zu tauschen. Rund 130 Euro im Jahr kostet die Mitgliedschaft in einem Haustauschklub, die Voraussetzung ist, um beliebig oft Ferien in den Häusern anderer Leute zu machen. Allerdings ist meist eine weitere Bedingung, dass das eigene Heim gleichzeitig zum Tausch angeboten wird.

Ein klassisches Urlaubsschnäppchen besonders für Naturliebhaber ist das Zelten. In vielen Ländern gibt es gut ausgestattete Campingplätze. Die Gebühren sind meist überschaubar, und es gibt gleich zum Frühstück frische Luft und Natur pur.

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