Ich bin dann mal nachhaltig
Mittwoch, 06.10.2021

Ich bin dann mal nachhaltig

Wie umweltbewusst denken und handeln die Bundesbürger?

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Das Klima verändert sich. Die Weltmeere sind voller Plastikmüll. Menschen werden in den Produktionsstätten oftmals schlecht bezahlt und unwürdig behandelt. Es gibt viele Gründe, um nachhaltiger zu leben. Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeitsgedanke sind laut der aktuellen „Umweltbewusstseinsstudie“ des Bundesministeriums für Umwelt bei einem Großteil der Bevölkerung (70 Prozent) angekommen. Aber folgen aus dem Bewusstsein auch Taten? Wie nachhaltig handelt der Durchschnittsbundesbürger?

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Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit

Klimaneutralität und Nachhaltigkeit betrachten 75 Prozent der Bundesbürger als die wichtigste Herausforderung der Menschheit in den nächsten Jahren. Und 84 Prozent sind der Meinung, dass jeder Mensch eine persönliche Verantwortung trägt und sich klimafreundlich verhalten sollte. 85 Prozent der Befragten gaben allerdings zu bedenken, dass zwar viele von Klimaschutz sprechen, sich aber nicht klimafreundlich verhalten.

Preisbereitschaft für nachhaltige Produkte

Produkte, die negative Auswirkungen auf die Umwelt vermeiden sowie Energie und natürliche Ressourcen schonen, sind in der Regel teurer. Wo aber liegt die finanzielle Schmerzgrenze für nachhaltige Artikel und Dienstleistungen in Deutschland? Wie viel darf Nachhaltigkeit kosten? Ein geringer Anteil (4 Prozent) der Befragten war nicht bereit, für umweltschonende Produkte mehr Geld auszugeben. Rund die Hälfte der Befragten (46 Prozent) würde für ein umweltschonendes Produkt einen Preisanstieg von maximal 20 Prozent in Kauf nehmen. Eine sehr kleine Gruppe von knapp 3 Prozent würde sogar das Doppelte für ein klimaneutrales Produkt zahlen. So die Ergebnisse einer Statista-Befragung.

Nachhaltige Konsum-
gewohnheiten in Europa

Nachhaltige Konsum-<br /><br/>gewohnheiten in Europa

Nachhaltiger Konsum bedeutet, dass beim Kauf von Produkten und Dienstleistungen Umweltaspekte und soziale Verantwortung berücksichtigt werden. Eine Befragung durch YouGov untersuchte Anfang 2021, worauf Europäer beim Einkauf besonderen Wert legen. Demnach sind bei der Wahl des Einkaufsortes die Qualität der Produkte (88 Prozent), günstige Preise (82 Prozent) und die Erreichbarkeit (81 Prozent) besonders wichtig. Mehr als die Hälfte der Europäer (63 Prozent) möchte regionale Produkte kaufen.

Welche nachhaltigen Produkte sind hierzulande gefragt?

Vor allem beim Kauf von Lebensmitteln legen die Verbraucher großen Wert auf Nachhaltigkeit – 70 Prozent sind es laut Statista. Viele Menschen kaufen vorzugsweise regionale Produkte. Über die Hälfte der Befragten hat ihre Essgewohnheiten verändert und reduziert der Umwelt zuliebe ihren Fleisch- und Fischkonsum. Ein Trend, der sich auch in der aktuellen YouGov-Umfrage bestätigt: Drei von fünf der Befragten (59 Prozent) gaben an, dass sie vor allem bei den Produktgruppen Fleisch und Wurstwaren (58 Prozent) sowie Obst und Gemüse (59 Prozent) darauf achten wollen, ob diese nachhaltig hergestellt wurden. 
Die Energieeffizienz spielt beim Kauf von Elektrogeräten eine große Rolle. Beim Kauf von Kleidung möchten immer mehr Konsumenten, dass sie nicht am anderen Ende der Welt produziert wurde. Und mehr als die Hälfte der deutschen Privathaushalte möchte den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen.

Insgesamt werden nachhaltige Produkte und Dienstleistungen immer beliebter. Das betrifft auch die private Geldanlage. So machen sich immer mehr Anleger auf die Suche nach Kapitalanlagen, die ökologische und soziale Ziele mit Rendite verbinden. Fündig werden sie meistens bei Geldanlagen, die ausschließlich in Unternehmen mit glaubhaft nachhaltigen Zielen investieren. Diese Unternehmen haben erkannt, dass sie in Zukunft nur erfolgreich sein können, wenn sie Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen. Neben den wirtschaftlichen Aspekten, wie der Schaffung von Arbeitsplätzen und Renditen für Investoren, bieten diese Unternehmen den gewünschten gesellschaftlichen Mehrwert. Rendite und positive Wirkung auf das Gemeinwohl lassen sich also verbinden und schließen einander nicht aus. Kein Wunder, dass nachhaltige Geldanlagen bereits für mehr als 60 Prozent der deutschen Anleger attraktiv sind – so das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Union Investment.

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