Der erste Schultag
Montag, 19.07.2021

Der erste Schultag

Was kosten Ranzen, Schultüte und Co.?

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Vorfreude und Aufregung – mit dem Schulstart beginnt für Kinder ein neues spannendes Abenteuer: Das erste Mal einen Ranzen tragen, Schulbücher packen und viele neue Klassenkameraden kennenlernen. Auch für die Eltern ist die Umstellung vom Kindergarten auf die Schule eine große Veränderung, die zudem mit einigen Kosten verbunden ist. Wir haben nachgerechnet, wie viel für die Erstausstattung – Ranzen, Zubehör und Schulmaterial – zusammenkommt.

Immer mehr Schulkinder

Zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 wurden in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt insgesamt 752.700 Kinder eingeschult. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit setzt sich der Aufwärtstrend weiter durch, der seit dem Schuljahr 2016/2017 beobachtet werden kann.

Kosten zum Schulanfang

Zum Schulstart stehen einige Anschaffungen an – die wichtigste ist der Schulranzen. Er wird Ihr Kind in den nächsten vier Jahren begleiten. Daher sind ein angenehmes Tragegefühl und der richtige Sitz wichtig. Ein guter Schulranzen kostet je nach Marke und Ausstattung zwischen 150 und 260 Euro. Manchmal gibt es Auslaufmodelle aus dem Vorjahr wesentlich günstiger. Es lohnt sich also, etwas Zeit bei der Auswahl zu investieren. Oft sind im Preis ein Sportbeutel und ein Mäppchen enthalten. Sie einzeln zu kaufen, kann günstiger sein.

Für alles übrige, was auf der Einkaufsliste steht, sollte man mit insgesamt rund 60 Euro rechnen. Die Liste erhalten Sie in der Regel von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer. Sie enthält Dinge wie Pinsel, Anspitzer, Buchumschläge, Stifte, Zeichenblock und Wachsmalstifte, von denen viele meist schon vorhanden sind. Dazu kommen je nach Bundesland Arbeitshefte und Bücher für bis zu 100 Euro. In manchen Bundesländern gibt es die sogenannte Lernmittelfreiheit. Das heißt, dass unter anderem Schulbücher nicht auf eigene Kosten angeschafft werden müssen.

Auch für die Schultüte wird oft tief in die Tasche gegriffen. Allein die Tüte kann je nach Design und Aufwand bis zu 50 Euro kosten – die Befüllung noch nicht eingerechnet. Günstiger wird es natürlich, wenn man selbst kreativ wird und zu Schere und Kleber greift.

Die Einschulung wird gern mit der Familie und Freunden gefeiert. Wer zu Hause keine passende Möglichkeit hat, lädt dazu ins Restaurant ein – was ebenfalls ein nicht unerheblicher Kostenblock ist.

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Betreuungskosten

Auch um die Einschulung herum entstehen Kosten – wie eventuell anfallende Gebühren für die Betreuung. Im vergangenen Jahr ist der Anteil der ganztags beaufsichtigten Kinder auf rund 50 Prozent gestiegen. Bei den Ganztagsangeboten wird zwischen der offenen Ganztagsschule – hier ist die Betreuung nachmittags freiwillig – und der verpflichtenden Ganztagsschule unterschieden. Je nach Bundesland gibt es außerdem unterschiedliche Regelungen, was die Kosten betrifft. In manchen Bundesländern ist der Besuch der Ganztagsschule kostenfrei, Eltern beteiligen sich lediglich am Mittagessen, so zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. In anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen finanzieren die Eltern die Ganztagsbetreuung selbst – hier kann monatlich eine ordentliche Summe zusammenkommen.

Kinderzuschlag und Leistungen für Bildung

Verfügen Eltern über ein niedrigeres Einkommen, gibt es das sogenannte „Bildungs- und Teilhabepaket“. Eltern haben so die Möglichkeit, Zuschüsse für Schulmaterialien und Sachleistungen zu beantragen. Dazu gehören unter anderem die Übernahme der Kosten für das ÖPNV-Ticket, die Bezahlung angemessener Lernförderungsmaßnahmen und rund 155 Euro für den Schulbedarf.

Ab wann gibt es Taschengeld?

Spätestens mit der Einschulung wird in vielen Familien auch über das Thema Taschengeld gesprochen. Taschengeld unterstützt den Nachwuchs dabei, den Umgang mit Geld zu lernen. Entscheidend für die Höhe des Taschengelds sind Familienbudget und Alter der Kinder. Hier nennt das Deutsche Jugendinstitut Richtlinien, an denen Eltern sich orientieren können. Für unter 6-Jährige werden beispielsweise 50 Cent bis 1 Euro angegeben, für Kinder von sieben bis neun Jahren zwischen 1,50 Euro und 3 Euro die Woche.

Was kommt in die Schultüte?

Um den neuen Lebensabschnitt für die Kinder zu versüßen, gibt es zum ersten Schultag die Schultüte – und das schon seit etwa 200 Jahren. Diese wurden damals noch „Zuckertüten“ genannt und zunächst in Thüringen und Sachsen eingeführt. Sie waren hauptsächlich mit Marzipan und Konfekt gefüllt. Konnten sich das die Eltern nicht leisten, gab es nützliche Dinge, wie einen Griffel oder eine Schiefertafel. Heute ist an einen Schulanfang ohne Schultüte – ob selbst gebastelt oder gekauft – nicht mehr zu denken.

Doch was kommt rein? Der Klassiker sind Süßigkeiten. Aber es gibt auch andere schöne Kleinigkeiten, um die Schultüte zu befüllen. Zum Beispiel eine Brotdose und eine Trinkflasche mit den Lieblingsmotiven des Kindes. Bunte Sticker, Filzstifte oder ein Freundebuch sind ebenfalls beliebte Geschenke. Für Spaß in den Pausen sorgen ein Springseil oder ein Gummitwist. Unser Tipp: Zusätzlich einen Brustbeutel und eine Spardose in die Schultüte packen – so lernt der Nachwuchs schnell, mit dem eigenen Geld zu haushalten.

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