Gute Vorsätze
Montag, 28.12.2020

Gute Vorsätze

Ziele setzen und erreichen.

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Während sich in der Weihnachtszeit Zimtkekse, Gänsebraten und Glühwein großer Beliebtheit erfreuen, stehen Ende des Jahres gute Vorsätze hoch im Kurs. So war das jedenfalls bisher: Zum Jahreswechsel 2019/2020 wurden Ziele wie mehr Sport zu treiben (52 Prozent), weniger die sozialen Medien zu nutzen (47 Prozent), sich gesünder zu ernähren (39 Prozent) oder sparsamer zu leben (15 Prozent) genannt.

Aktuell sieht das mit den Zielen und Zukunftsplänen etwas anders aus: Laut einer Umfrage von YouGov und Statista schmieden über die Hälfte (53 Prozent) der Bundesbürger vorerst gar keine Pläne für die Zukunft. Alle, die trotz der Corona-Pandemie Vorsätze haben, möchten zukünftig gesünder leben (23 Prozent), wollen umziehen (9 Prozent), den Job wechseln (8 Prozent) oder planen einen Familienzuwachs (4 Prozent).

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Warum Ziele gut für uns sind

Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing war ein großer Befürworter des Pläneschmiedens und schrieb schon damals: „Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ziellos umherirrt.“ Pläne können Halt, Sicherheit sowie Orientierung geben und motivieren die meisten, etwas am aktuellen Status zu ändern.

Laut einer Statista-Umfrage brechen 20 Prozent der Befragten ihre guten Vorsätze nicht, und knapp ein Drittel (27 Prozent) hält gute Vorsätze mehr als zwei Monate ein. Insgesamt 39 Prozent der Befragten aber verfolgen ihre Pläne nur zwischen einigen Stunden bis zu einem Monat.

Einige Wissenschaftler meinen, dass allein die Absicht, etwas erreichen zu wollen, die Chancen zur Verwirklichung erhöht. Je konkreter die Ziele gesetzt werden, umso größer sei die Aussicht auf Erfolg. Wer ungefähr sechs Monate konsequent geblieben ist, so sagen Psychologen, läuft kaum noch Gefahr, in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.

Aber wie können wir es nun schaffen, Vorsätze, Ziele oder Pläne nicht aus den Augen zu verlieren und diese tatsächlich auch zu erreichen beziehungsweise zu verwirklichen? 

Wie man gute Vorsätze in die Tat umsetzt

Wie man gute Vorsätze in die Tat umsetzt

Ein Beispiel: Maximilian möchte nach seinem Studium ganz Europa bereisen. Drei Monate will er sich dafür Zeit nehmen, um mit einem selbst ausgebauten Wohnmobil neue Gegenden zu entdecken. Er weiß, dass er dafür sparen muss, denn nicht nur das Wohnmobil ist teuer, er wird auch die Ausgaben für die Lebenshaltungskosten und das Benzin komplett zurücklegen müssen. Maximilian arbeitet neben seinem Studium in einer Druckerei. Es gelingt ihm aber nur selten, Geld auf die Seite zu legen, denn viel zu häufig kann er interessantem Sportequipment nicht widerstehen.

Eine Fünf-Punkte-Strategie könnte Maximilian beim Sparen helfen.

1. Konkrete und realistische Ziele setzen

Es wurde festgestellt, dass diejenigen seltener ihre Ziele aus den Augen verlieren, die ihre Vorsätze ganz konkret formulieren und nicht zu hoch ansetzen.

Maximilian rechnet: Monatlich könnte er von seinem Verdienst bei der Druckerei 150 Euro sparen. Seine Studienzeit beträgt noch drei Jahre. Somit könnte er eine Summe von 5.400 Euro für seine Reise zurücklegen. Er hat sich mittlerweile genau informiert und in einem Reiseblog gelesen, dass Vanreisende um die 500 Euro Kosten im Monat haben ‒ inklusive Benzin. Für einen alten Bus mit einem minimalistischen Ausbau veranschlagt der Abenteuerlustige zusätzlich 4.000 Euro. Die Sparrate von 150 Euro würde nahezu genau reichen. Maximilian ist höchst motiviert, mit dem Sparen sofort zu beginnen.

2. Zeitrahmen festlegen

Ebenso ausschlaggebend ist es, dass ein Zeitrahmen festgesetzt wird. Dabei ist es wichtig, dass der Spagat zwischen Herausforderung und Machbarkeit gelingt.

Maximilian hat sich für eine monatliche Sparrate entschieden, die er mit nicht allzu großen Einschränkungen stemmen kann. Er hat einen Dauerauftrag eingerichtet, der monatlich 150 Euro von seinem Gehaltskonto in einen Fondssparplan überweist. Auf diese Weise wird die geplante Sparsumme automatisch vom verfügbaren Einkommen abgezogen und ist nicht mehr direkt verfügbar. Maximilian muss zugeben, dass er den Abzug im Alltag kaum merkt, da er trotzdem gut zurechtkommt.

3. Zwischenerfolge feiern

Etappenziele sind wichtig. Sie wirken wie kleine Belohnungen, die bestätigen und ermutigen, durchzuhalten.

Maximilian hat seine Reiseroute genau geplant, auf einen großen Karton aufgezeichnet und über seinem Esstisch aufgehängt. Seine Freundin hat ihm ein Fähnchen an eine Stecknadel geklebt. Jeden Monat wird nun mit großer Vorfreude auf die Reise das Fähnchen weiter auf der Route gesteckt. So kann jeder schnell sehen, welchen Teil der Tour Maximilian bereits finanzieren kann. Zum Abschluss seiner Tour möchte Maximilian im Atlantik surfen, erst in Portugal und auf der Rückreise in Frankreich. Darauf freut er sich ganz besonders. Er will unbedingt durchhalten, bis auch für diese letzte Woche das Geld gespart ist.

4. Dem inneren Schweinehund begegnen

Je anschaulicher langfristige Ziele im Alltag präsent sind, desto ungefährlicher werden kurzfristige Verlockungen.

Maximilian hat ein Foto von sich an der Eingangstür hängen. Auf dem Bild steht er vor einem Wohnmobil und grinst. Das Bild hat seine Freundin vor ein paar Monaten auf einer Messe gemacht. Dort wurde seine Idee von der Europatour geboren. Immer wenn er aus der Wohnung geht, wird er an sein schönes Vorhaben erinnert und verzichtet gerne darauf, unnötig Geld auszugeben.

5. Motivationshilfen

Positiv gestimmte Leitsprüche helfen, die Motivation aufrechtzuerhalten. Maximilian sagt sich also nicht mehr: „Ich muss unbedingt sparen“, sondern: „Ich möchte der Sonne entgegenfahren und auf meiner Route da haltmachen, wo es mir gerade gefällt.“

Ob Sie nun sparen, gesünder leben oder weniger Zeit an Ihrem Handy verbringen möchten: Das Blog-Team von Union Investment wünscht Ihnen viel Erfolg bei dem Erreichen Ihrer ganz persönlichen Ziele.

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