Fit für die Zukunft
Mittwoch, 23.01.2019

Fit für die Zukunft

Das Leben lässt sich am besten genießen, wenn man sich rechtzeitig drum kümmert. Das fängt mit einer Art Frühsport beim Geld an.

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Stellen wir uns das Leben einfach mal wie einen Tag vor: Vormittags gönnen wir uns Möbel für die erste eigene Wohnung oder einen Shopping-Ausflug mit der besten Freundin. Wer jung ist, hat in der Regel wenig finanzielle Rücklagen und gibt sein Geld gerne für aktuelle Wünsche aus. Doch was ist mit dem Nachmittag, dem Übergang in die Rente? Wer clever ist, beginnt am Morgen schon wenigstens ein bisschen dafür vorzusorgen. Aufs Geld übertragen heißt der Frühsport „Riester-Rente“, eine private Zusatzvorsorge, die vom Staat gefördert wird. Wir zeigen die wichtigsten Gründe, warum früh riestern ein ziemlich smartes Fitnessprogramm fürs Leben ist.

Mehr Zeit = kleinere Beträge

Wer in jungen Jahren mit dem ersten Gehalt nach der Ausbildung oder nach dem Studium anfängt zu riestern, kann entspannt mit den „Aufwärmübungen“ beginnen. Denn mit viel Zeit bis zur Rente im Rücken können schon relativ kleine monatliche Beträge auf lange Sicht einiges erreichen. Erst recht, weil der Staat die Riester-Rente mit Zulagen unterstützt. Es ist übrigens festgelegt, wie viel mindestens gespart werden sollte, um die volle staatliche Förderung zu erhalten: mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens. Vier Prozent, wie viel ist das? Eine kleine Beispielrechnung zeigt, was das konkret bedeutet. Oft ist es weniger als der Preis von ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag.

Fit für die Zukunft

Geld vom Staat geschenkt

Die staatliche Förderung haben wir ja bereits erwähnt: Bei der Riester-Rente gibt es Jahr für Jahr Zulagen vom Staat. Wer mindestens vier Prozent des Bruttogehalts einzahlt, erhält die volle Grundzulage in Höhe von 175 Euro im Jahr. Doch das ist noch nicht alles. Wer noch vor dem 25. Lebensjahr einen Riester-Vertrag abschließt, bekommt einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Wer später eine eigene Familie gründet und riestert, wird ebenfalls gefördert: Für jedes nach 2008 geborene Kind zahlt der Staat nämlich eine jährliche Zulage von 300 Euro. Vor 2008 sind es 185 Euro Kinderzulage. Die staatlichen Förderungen fließen direkt in den Vertrag, wo das Geld weiterarbeiten kann.

Geld arbeiten lassen

Wenn das Geld „Frühsport“ gemacht hat, kann es auch gute Leistungen bringen. Im Falle eines Riester-Sparplans gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Banksparplan oder einen Wohn-Riester genannten Bausparvertrag und auch eine fondsbasierte Sparplanlösung. Bei Letzterer wird das monatlich eingezahlte Geld an den Kapitalmärkten investiert, wo es Tag für Tag arbeitet und zusätzliche Erträge abwerfen kann. Und auch hier macht sich ein möglichst langer Zeithorizont bezahlt. Den Chancen stehen allerdings auch Risiken gegenüber, zum Beispiel Kursschwankungen. Doch egal was an den Kapitalmärkten passiert, bei einem Riester-Fondssparplan sind die Einzahlungen und Zulagen zu Rentenbeginn auf jeden Fall garantiert.

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Steuervorteile nutzen

Riester-Sparer können ihre einbezahlten Beiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. Zugegeben, dieser Vorteil macht sich erst bei etwas höheren Gehältern bemerkbar. Bis zu 2.100 Euro jährlich können abgesetzt werden. Hierbei gibt es ebenfalls einen Zeitvorteil. Wer früh einzahlt, kann so auf Jahre gesehen mehr absetzen.

Aus Geld Zukunft machen

Frühsport mit Geld macht Spaß. Vor allem, wenn wir sehen, wie das Vermögen von Jahr zu Jahr wächst. Wie bei einem guten Fitnesstraining können Sparer auch eine Art Muskelkater erleiden. Vom eigenen Geld etwas auf die hohe Kante zu legen erfordert eine gewisse Selbstdisziplin. Beim Muskelkater hilft Bewegung gegen den Schmerz, und beim Riestern kann ein psychologischer Kniff helfen: Etwas leichter fällt das Sparen nämlich, wenn ein festgelegter kleiner Betrag gar nicht erst verfügbar ist, sondern über einen Riester-Sparplan direkt beim Gehaltseingang abgebucht wird. Probieren Sie es aus, Ihr Bankberater vor Ort berät Sie gerne.

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