Endlich 18
Mittwoch, 06.03.2019

Endlich 18: Sieben Dinge, die sich bei den Finanzen ändern

Jugendliche fiebern auf ihre Volljährigkeit hin. Diese bringt neue Rechte mit sich, aber auch einige Pflichten.

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Endlich Auto fahren, so lange ausbleiben, wie man möchte – die 18 auf dem Geburtstagskuchen ist für viele eine ganz besondere Zahl. Denn dieser Geburtstag bringt einige Freiheiten mit sich. Gleichzeitig geht mit der Volljährigkeit viel Verantwortung einher. Insbesondere finanziell ändert sich einiges:

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1. Mieten und kaufen – kein Problem

Die Zahl 18 bedeutet vor allem Selbstständigkeit: Mit der Volljährigkeit ist man voll geschäftsfähig. Das heißt, man kann Verträge aller Art abschließen – sei es der Mietvertrag für das erste WG-Zimmer oder der Kauf eines Autos. Wichtig ist, sich einen Vertragsabschluss genau zu überlegen, denn das Risiko für das eigene Handeln trägt man als Volljähriger selbst. Von jungen Menschen wird zudem bei großen Vertragsabschlüssen oft eine Bürgschaft verlangt. Damit wollen Verkäufer oder Vermieter sichergehen, dass im Notfall jemand finanziell einspringt.

2. Kindergeld gibt es weiterhin

Solange man noch in der Ausbildung ist, bekommen die Eltern weiterhin Kindergeld. Dabei ist es egal, ob man noch zur Schule geht, einen Ausbildungsberuf erlernt, ein Studium absolviert oder ein freiwilliges soziales Jahr macht. Die Zahlung wird bis zum Ende des 25. Lebensjahres beziehungsweise bis zum Ende der Ausbildung fortgesetzt.

3. Konten eröffnen

Ab dem 18. Geburtstag darf man alle Geldgeschäfte eigenständig erledigen, etwa ein eigenes Konto eröffnen oder Kredite aufnehmen. Viele haben bereits Sparbücher oder Sparkonten, die von Eltern, Großeltern oder Paten angelegt wurden und bereits auf den eigenen Namen laufen. Hier erlischt die Vollmacht derjenigen, die das Konto eröffnet hatten, sodass der Volljährige als Einziger Zugriff auf das Geld hat. Meist ist es dann erforderlich, sich als Kontoinhaber zu legitimieren. Bei der Frage, welche Schritte im Einzelfall nötig sind, hilft der Bankberater. 

4. Die Steuerpflicht greift

Wer über eigene Einnahmen verfügt, muss auch Steuern dafür zahlen. Dabei gilt eine Besonderheit: Die Verantwortung für die Versteuerung eigenen Einkommens greift bereits ab dem Jahr, in dem man 18 wird. Selbst wenn man erst im Dezember volljährig wird. Häufig ist das Gehalt aber noch niedrig, insbesondere wenn man eine Ausbildung absolviert. Auch viele Studierende verdienen sich mit einem Studentenjob etwas dazu. Der Gesetzgeber berücksichtigt über jährliche Steuerfreibeträge wie zum Beispiel den Grundfreibetrag von 9.168 Euro und Pauschbeträge für Werbungskosten und Sonderausgaben von 1.036 Euro, dass Einnahmen erst ab einer bestimmten Höhe besteuert werden. Die Finanzämter können im Einzelfall bei Fragen dazu Auskunft geben. Tipp für alle, die mehr verdienen und darum Steuern zahlen: Oft lohnt sich eine Steuererklärung, um sich zu viel gezahlte Steuern zurückzuholen.

5. Mitversichert bei den Eltern

Ist man noch in der Ausbildung oder in einem Nebenjob mit geringem Verdienst, muss man sich nicht selbst versichern und kann bei bestimmten Versicherungen weiterhin bei den Eltern mitversichert bleiben. Das betrifft vor allem die Kranken-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung. Solange man nicht erwerbstätig ist, weil man etwa noch zur Schule geht, verlängert sich die Zeit bis zum 23. Lebensjahr. Absolviert man eine Ausbildung oder ein Studium, kann man sogar bis zum 25. Lebensjahr familienversichert bleiben.

6. Aus Geld Zukunft machen

Fängt man schon früh an, für die Zukunft zu sparen, kann man bereits mit 25 Euro im Monat über einen längeren Zeitraum eine schöne Summe ansparen. So werden die Träume, die man mit 18 hat, in Zukunft vielleicht tatsächlich Wirklichkeit.

7. Altersvorsorge

Die Altersvorsorge scheint noch in weiter Ferne zu sein, wenn man 18 Jahre alt ist. Es lohnt sich jedoch, schon jetzt etwas Geld für später beiseitezulegen. Eine Möglichkeit, mit kleinen Beträgen für das Alter vorzusorgen, bietet die Riester-Rente. Beginnt man vor dem 25. Lebensjahr zu riestern, spendiert der Staat sogar zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro.

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