50 Jahre Earth Day
Mittwoch, 22.04.2020

50 Jahre Earth Day

Nachhaltigkeit nimmt einen immer größeren Stellenwert ein – auch bei der Geldanlage.

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Der Earth Day feiert heute sein Jubiläum, denn er findet zum fünfzigsten Mal statt. Was in den 1970er Jahren als Aktion begann, hat mittlerweile weltweit Anhänger. Die Umwelt und das nachhaltige Verhalten in allen Lebensbereichen sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Fokus gerückt.

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Umweltbewusstsein seit 50 Jahren

Angefangen hat alles im Jahr 1970, als der damalige US-Senator Nelson aus Wisconsin seine Bürger dazu bringen wollte, ihren täglichen Verbrauch von wertvollen Ressourcen zu überdenken. Vorausgegangen war die Explosion auf einer Ölplattform im Jahr zuvor, die über 10.000 Seevögel, Delfine, Robben und Seelöwen das Leben kostete. Als Reaktion auf diese Katastrophe forderten Aktivisten zusammen mit Senator Nelson eine neue Gesetzgebung und Umwelterziehung. Es war die Geburtsstunde des Earth Days.

In den 1990er Jahren wurde der Earth Day mehr und mehr zu einem internationalen Umwelttag, an dem sich jedes Jahr mehr Länder beteiligten. In diesem Jahr steigt die Zahl der Länder, die beim Earth Day mitmachen, auf fast 200. Die Organisatoren rechnen mit rund einer Milliarde Teilnehmer weltweit.

Der Earth Day dieses Jahr unterscheidet sich von anderen, da er wegen der Corona-Pandemie überwiegend online stattfindet. Die umfangreiche Stilllegung der Wirtschaft und das Kontaktverbot haben weitreichende Auswirkungen auf Gesellschaft und Märkte, zeigen aber auch, wie schnell sich die Luftqualität durch weniger Emissionen aus Industrie und Verkehr verbessert. Wie passend, dass der Earth Day 2020 zum Jubiläum unter dem Motto „Climate action“ zur Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen auffordern will.

Grüne Innovationen für eine nachhaltige Zukunft

Die Suche nach umweltschonenden Geschäftsfeldern ist ein Innovationsmotor geworden, und der Markt für ökologische Produkte wächst. So haben zum Beispiel fleischlose Burger in den letzten Monaten eine Begeisterung für vegane Ernährung ausgelöst. Die Tierhaltung ist ein großer Produzent der schädlichen Treibhausgase CO2 und Methan. Die Reduktion der Emissionen durch Fleischersatzprodukte trägt also zum Klimaschutz bei und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze.

Nicht nur bei der Ernährung, sondern auch im digitalen Leben sorgt der Klimaschutz für Innovationen. Treibhausgase entstehen bei jedem Klick, den wir beim Surfen im Internet machen. Denn der Betrieb von Servern, auf denen die Daten verarbeitet werden, ist energieintensiv und wird heute nur selten mit erneuerbarer Energie versorgt. Doch das geht auch klimafreundlicher. Auf der ganzen Welt entstehen immer mehr klimaneutrale Cloudservices und Rechnerfarmen, die mit Ökostrom betrieben werden, der zum Beispiel aus Wind- oder Solarenergie gewonnen wird.

Nachhaltigkeit auch bei der Geldanlage

Die ökonomische Bedeutung der Nachhaltigkeit wird ebenfalls immer deutlicher. So zeigen Untersuchungen, dass die Berücksichtigung von nachhaltigen Kriterien wie Ökologie, Soziales und gute Unternehmensführung die Qualität von Geldanlagen verbessern kann. Das liegt zum einen daran, dass relevante Risiken wie Klage-, Regulierungs- oder Reputationsrisiken rechtzeitig erkannt und so frühzeitig Schaden abgewendet werden kann. Zum anderen können Anlagechancen in neuen Geschäftsfeldern und Zukunftstechnologien besser identifiziert werden. Insbesondere nachhaltige Investmentfonds versuchen diese Aspekte zu nutzen. Bei der Zusammensetzung dieser Fonds werden zusätzlich zu den Anforderungen wie Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit ökologische, ethische und soziale Kriterien berücksichtigt. Weitere Informationen über nachhaltige Fonds erhalten Sie bei den Beratern der genossenschaftlichen Bankengruppe.

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