15 Cent für eine Kugel Eis?
Mittwoch, 11.08.2021

15 Cent für eine Kugel Eis?

Wir erklären, was Inflation ist

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10 Euro sind 10 Euro? Stimmt. Doch vor einigen Jahren konnten Sie dafür noch ein bisschen mehr kaufen. Ein Grund dafür ist die Inflation.

Ein Eisbällchen für 15 Cent? Dafür müssten Sie in der Zeit zurückreisen. Denn das war umgerechnet der durchschnittliche Preis für eine Kugel Eis in deutschen Eisdielen im Jahr 1981. Heute sind es im Durchschnitt um die 1,50 Euro. Das variiert laut Statista je nach Stadt. Am günstigsten ist das Eis in Bielefeld. Hier kostet eine Kugel in der Eisdiele 1 Euro. Und am meisten zahlt man – mit 2,10 Euro – in Hamburg. Beim Eis allein ist es nicht geblieben. Wenn von der Teuerung nicht nur einzelne Produkte betroffen sind, sondern sich allgemein die Preise von Gütern und Dienstleistungen erhöhen, spricht man von Inflation.

Mit der Erhöhung des Preisniveaus geht eine verminderte Kaufkraft einher – das Geld ist also weniger wert. Verschiedene Entwicklungen können die Inflation antreiben:

Zum Beispiel die Nachfrage nach Rohstoffen und anderen Gütern. Wächst diese so schnell, dass Anbieter ihre Produktion nicht rechtzeitig ausweiten können, steigen die Preise. Und damit auch die Kosten für die Herstellung von nachgelagerten Waren in der Wertschöpfungskette. Das schlägt sich wiederum im Preis der Produkte nieder. 
Ein anderer Grund für eine Inflation kann eine Erhöhung der Geldmenge sein. Wenn eine Zentralbank mehr Geld ausgibt, können durch die zusätzliche Liquidität mehr Güter nachgefragt werden. Auch hier führt die stärkere Nachfrage zu einer Erhöhung der Preise.

Steigende Preise spüren wir besonders bei Dingen, die wir beinahe täglich brauchen. Zum Beispiel bei Lebensmitteln. So haben sich die Preise für Brot, Kartoffeln und Eier in den vergangenen 40 Jahren stark verändert:

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Die Inflation macht sich allerdings nicht nur an der Ladenkasse bemerkbar. Auch beim Sparen spielt sie eine Rolle. Problematisch wird es zum Beispiel dann, wenn die Zinsen niedriger sind als die Inflation. In diesem Fall werden die Zinserträge durch die Inflation aufgezehrt, oder anders ausgedrückt: Wer sein Geld auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto parkt, der verliert. Sind die Zinsen über einen längeren Zeitraum niedrig, kann es daher sinnvoll sein, einen Teil des Ersparten in renditestärkere Anlageformen wie Investmentfonds zu investieren. Jeder, der Geld zur Seite legt, sollte also die Inflation im Hinterkopf behalten.

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