Immer beliebter: nachhaltige Geldanlagen
Mittwoch, 05.05.2021

Immer beliebter: nachhaltige Geldanlagen

Anleger achten zunehmend auf ökologische und soziale Aspekte

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Ist eine Investition in ein Unternehmen, das Menschenrechte verletzt, Waffen herstellt oder klimaschädlich wirtschaftet heute noch vertretbar? Diese Frage stellen sich immer mehr Anleger und machen sich auf die Suche nach Kapitalanlagen, die Rendite mit ökologischen und sozialen Zielen verbinden.

Die Rede ist von nachhaltigen Geldanlagen, die für die heutige Generation Mehrwert schaffen wollen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Es ist offensichtlich, dass bei der Wahl einer Geldanlage neben den traditionellen Kriterien wie Liquidität, Sicherheit oder Rendite nachhaltige Aspekte immer bedeutender werden: Bereits über 60 Prozent der deutschen Anleger aller Altersklassen finden nachhaltige Geldanlagen attraktiv. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Befragung des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Union Investment.

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54 Prozent der Bundesbürger wollen ihr Geld nachhaltig anlegen

Anlegern ist bewusst, dass sie mit ihren Kapitalanlagen wichtige Impulse geben können, um bei Unternehmen eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu fördern. Gleichzeitig erkennen sie das Renditepotenzial, das durch den grünen Wandel der Wirtschaft entstehen kann. Die Attraktivität von nachhaltigen Geldanlagen stieg aus Sicht der Befragten in diesem Jahr um 9 Prozent. Auch die Zahl der Anleger, die bereits in nachhaltige Geldanlagen investiert haben, hat zugenommen: Derzeit sind es 23 Prozent, im Vorjahr waren es lediglich 14 Prozent. Bemerkenswert ist, dass der Anteil derer, die gerne in nachhaltige Geldanlagen investieren würden, aber nicht wissen wie, um 10 Prozent gestiegen ist: Anfang 2020 waren es noch 50 Prozent der Befragten, in diesem Jahr kletterte dieser Anteil auf 60 Prozent. Ein Drittel (34 Prozent) derer, die noch nicht nachhaltig investieren, halten das Angebot für zu kompliziert.

Aus diesen Ergebnissen lässt sich folgendes Zwischenfazit ziehen: Das Thema Nachhaltigkeit wird als Zukunftsthema wahrgenommen. Angesichts der zahlreichen Angebote fragen sich viele Anleger, welche nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten es gibt und welche konkreten Nachhaltigkeitsstandards bei den unterschiedlichen Anlagevarianten zur Anwendung kommen.

Wichtig sind ökologische und soziale Aspekte

Der umsichtige Umgang mit der Natur ist laut der Forsa-Befragung für die Anleger ebenso wichtig wie ein sozial angemessenes Verhalten gegenüber Menschen und Kulturen. Die Frage, welche Aspekte beim nachhaltigen Investieren besonders wichtig sind, beantworten 51 Prozent damit, dass mögliche Gewinne in Einklang mit Umwelt und Klimaschutz erzielt werden sollten. Für 47 Prozent sind soziale Aspekte bei der Gewinnerzielung besonders wichtig. Der Mehrheit (84 Prozent) ist das nachhaltige Handeln von Unternehmen wichtiger als eine kurzfristige Gewinnerzielung.

Unternehmen mit Potenzial

Geld anlegen und Gutes bewirken: Die aktuelle Befragung zeigt, dass 59 Prozent der Anleger bevorzugt auf Unternehmen setzen, die bereits nachhaltig handeln, sowie auf Firmen, die zukünftig nachhaltiger wirtschaften wollen. Das größte Rendite- und Wirkungspotenzial wird dabei vor allem bei den zukünftigen Vorzeigeunternehmen gesehen, die sich auf Basis klarer Ziele gerade auf den Weg zum nachhaltigen Wirtschaften machen. Denn die aktuellen Musterschüler haben weniger Spielraum für Verbesserungen in Sachen Nachhaltigkeit und sind zudem an den Börsen hoch bewertet.

Übrigens: Bankberater müssen voraussichtlich ihre Kunden ab 2022 im Beratungsgespräch nicht nur zu Anlagedauer und Risikobereitschaft, sondern auch zu ihrer Nachhaltigkeitspräferenz befragen. Es wird damit gerechnet, dass nachhaltige Geldanlagen dadurch einen zusätzlichen Schub erfahren.

Wer treibt den nachhaltigen Wandel voran?

Wer treibt den nachhaltigen Wandel voran?

Laut der Forsa-Befragung meinen 81 Prozent der Befragten, dass die Bürger selbst den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit am stärksten vorantreiben könnten. Großen Einfluss haben daneben nach Einschätzung der Befragten die produzierenden Unternehmen (88 Prozent), die Politik (75 Prozent) und der Handel (69 Prozent). 54 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Versicherungen und Geldinstitute große Einflussmöglichkeiten hätten.

Nachhaltige Investmentfonds

Für den ethisch, sozial oder ökologisch motivierten Anleger gibt es sehr viele und unterschiedliche Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlage – zum Beispiel mit Investmentfonds. Für die nachhaltigen Investmentfonds von Union Investment kommen nur Unternehmen infrage, die einerseits wirtschaftlichen Anforderungen genügen und andererseits sogenannte ESG-Kriterien erfüllen: ESG steht dabei für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance).

Union Investment zählt mit rund 30 Jahren Erfahrung zu den Pionieren der nachhaltigen Geldanlage und gehört zu den ersten deutschen Unterzeichnern der Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UNPRI). Diese im Jahr 2006 gegründete Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Kriterien stärker bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen, um so den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu fördern.

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