Riestern für Familien
Mittwoch, 04.09.2019

Riestern für Familien

Wächst die Familie, wächst die Zulage mit.

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Wird aus einem Paar eine Familie, geraten die Gedanken an die Altersvorsorge schnell in den Hintergrund. Dabei fördert die Riester-Rente in besonderer Weise Eltern mit jedem neugeborenen Kind.

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Grundzulage + Kinderzulage + Steuervergünstigungen

Eltern mit Kindern bekommen beim Riestern zunächst eine Grundzulage vom Staat. Wenn sowohl Vater als auch Mutter einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben und beide vier Prozent des Vorjahresbruttogehalts inklusive der Zulagen einzahlen, erhalten sie jeweils 175 Euro Grundzulage pro Jahr. Hinzu kommt mit jedem Kind eine weitere Förderung, die Kinderzulage. Die Höhe hängt vom Geburtsjahr des Kindes ab: Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, beträgt die Kinderzulage 185 Euro pro Jahr. Für Kinder, die nach 2008 geboren wurden, beträgt die Kinderzulage 300 Euro jährlich.

Abhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz und der Höhe der jährlichen Einzahlungen in den Riester-Vertrag können Riester-Sparer zusätzliche Steuervergünstigungen beim Finanzamt geltend machen. Bis zu 2.100 Euro im Jahr lassen sich so für gezahlte Riester-Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung absetzen. Die nötigen Unterlagen hierfür erhalten Riester-Sparer automatisch von ihrem Anbieter.

Sonderregeln für Ehepartner

Verheiratete haben zusätzliche Vorteile. Arbeitet ein Ehepartner selbstständig oder gar nicht, kann er beim anderen „mitriestern“. Das bedeutet: Er oder sie zahlt lediglich einen Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr in einen eigenen Riester-Vertrag und erhält dennoch die volle Grundzulage von 175 Euro.

Klug gerechnet

Wie sich die Riester-Rente für Familien rechnet, zeigt folgendes Beispiel:
Familie Schneider hat zwei Kinder. Herr Schneider verfügt über ein Vorjahresbruttoeinkommen von 33.600 Euro. Frau Schneider ist nicht berufstätig.

Vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens von Herrn Schneider sind 1.344 Euro, die pro Jahr in den Riester-Vertrag einbezahlt werden müssten. Doch Familie Schneider erhält staatliche Zulagen in Höhe von 835 Euro, die automatisch in den Riester-Vertrag fließen und damit die Einzahlungen von Herrn Schneider auf 509 Euro verringern. Frau Schneider riestert ebenfalls mit. In ihren Vertrag fließt der jährliche Mindestbeitrag von 60 Euro. Insgesamt zahlt die Familie Schneider 569 Euro und bekommt vom Staat pro Jahr 835 Euro an Zulagen, die in die private Altersvorsorge fließen.

Zusätzliche Steuervergünstigungen

Familie Schneider kann außerdem ihre Riester-Zahlungen von 1.344 Euro sowie die 60 Euro jährlicher Mindestbeitrag für Frau Schneider bei der Einkommensteuer als Sonderausgabe geltend machen. Allerdings werden davon noch die Zulagen von jeweils 175 Euro für Frau und Herrn Schneider sowie die Kinderzulagen von Jonas und Lea abgezogen, um eine Doppelförderung zu vermeiden. Im Ergebnis kann Familie Schneider 454 Euro als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen absetzen.

Besonderheiten der Kinderzulage

Die Kinderzulage gibt es nur einmal pro Kind, selbst wenn beide Elternteile riestern. Übrigens, die Kinderzulage wird auch für adoptierte und Pflegekinder gezahlt. Sie muss bei der Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beantragt werden. Alternativ kann sie beim Abschluss des Riester-Vertrags auch mit dem Dauerzulageantrag geltend gemacht werden.

Kleine und große Lebensereignisse

Natürlich kann sich im Leben immer etwas verändern: Aus drei Familienmitgliedern werden plötzlich vier, eine Partnerschaft geht in eine Ehe über, der Chef vergibt eine Gehaltserhöhung, oder ein Partner tritt beruflich kürzer. All das hat Auswirkungen auf die Sparrate und die Zulagen. Damit Riester-Sparern nichts entgeht, sprechen sie am besten regelmäßig mit ihrem Berater über die neuen Lebensereignisse und deren mögliche Relevanz für ihre staatliche Altersförderung.

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