Mehr Geld für Studenten
Mittwoch, 30.10.2019

Mehr Geld für Studenten

Wir zeigen, welche Änderungen die neue BAföG-Reform mit sich bringt.

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Studierende haben es nicht immer leicht: Büffeln in der Klausurenphase, Abgabetermine für  Hausarbeiten, und man ist immer knapp bei Kasse. Damit sichergestellt ist, dass alle jungen Menschen die von ihnen gewählte Ausbildung finanzieren können, gibt es seit 1971 das Bundesausbildungsförderungsgesetz – kurz BAföG. Studenten erhalten das BAföG grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die andere Hälfte wird als zinsloses Darlehen gewährt. Da die Lebenshaltungskosten kontinuierlich steigen, wird auch die BAföG-Förderung regelmäßig angepasst. Am 1. August  2019 ist eine neue BAföG-Reform in Kraft getreten. Die wichtigsten Änderungen und die Auswirkungen auf den Geldbeutel haben wir zusammengefasst:

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Anhebung der BAföG-Sätze insgesamt

Das heißt, die Bedarfssätze wurden aufgrund steigender Kosten nach oben angepasst. Der Bedarfssatz ist der Betrag, von dem man ausgeht, dass er für den Lebensunterhalt benötigt wird. Infolgedessen erhöht sich auch die Förderung durch BAföG: Seit dem 1. August 2019 wurde der Höchstsatz um 118 Euro auf 853 Euro heraufgesetzt. Zum Wintersemester 2020/2021 gibt es dann noch einmal acht Euro mehr.

Erhöhung der Einkommensfreibeträge

Durch diese Änderung können sich mehr Studierende als früher über eine Förderung freuen. Der Einkommensfreibetrag wurde 2019 um sieben Prozent angehoben, und bis 2021 kommen weitere neun Prozent hinzu. Der Freibetrag wird von dem jeweiligen Einkommen abgezogen und fließt nicht in den Betrag mit ein, der am Ende die Höhe der Förderung bestimmt.

Förderung der Wohnkosten

Besonders in Studentenstädten steigen die Wohnungskosten deutlich. Daher wurde der Wohnzuschlag für Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen, angehoben. Statt bisher 250 Euro gibt es jetzt 325 Euro für die eigene Wohnung oder das WG-Zimmer dazu.

Höhere Rücklagen möglich

Studierende haben nun außerdem die Möglichkeit, mehr Geld als zuvor zurückzulegen. Waren vor der Reform maximal 7.500 Euro Rücklagen erlaubt, um die volle Förderung zu erhalten, sind es nun 8.200 Euro.

Entlastung für Familien

Studenten, die bereits Kinder haben, erhalten mehr Geld. Der Kinderbetreuungszuschlag wurde von 130 auf 140 Euro angehoben. Ab August 2020 werden es sogar 150 Euro sein. Außerdem wurde das maximale Alter der Kinder, bis zu dem der Zuschlag gezahlt wird, von zehn auf 14 Jahre heraufgesetzt.

Mehr Geld für die Kranken- und Pflegeversicherung

Der Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung wurde im Rahmen der Reform ebenfalls erhöht. Aus bisher 71 Euro Zuschuss zur Krankenversicherung wurden nun 84 Euro, der Zuschuss zur Pflegeversicherung wurde von 15 auf 25 Euro angehoben.

Erleichterte Rückzahlungsbedingungen

Wer zukünftig 77 Monatsraten getilgt hat, ist schuldenfrei – unabhängig von der Darlehenshöhe. Die neue Regelrate für die Rückzahlung beträgt 130 Euro.

Übrigens: Auch Schüler und Schülerinnen erhalten BAföG. Das BAföG für Schülerinnen und Schüler ist komplett geschenkt. Sie müssen es später nicht zurückzahlen.

Zahlen und Fakten

Im Jahr 2018 wurden 517.675 Studenten mit BAföG gefördert. Durchschnittlich bekamen die Studierenden einen Förderbetrag von 493 Euro. Dieser Betrag wird in den kommenden Jahren durch die Reform deutlich angehoben werden. Es lohnt sich also erneut zu prüfen, ob einem BAföG zusteht.
Quelle: www.statista.com

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