Die Mischung macht's
Mittwoch, 29.11.2017

ENTWURF Die Mischung macht's

Was tun mit dem Geld, das man nicht ausgibt? Klare Antwort: sparen! Am besten mit einer ausgewogenen Strategie.

Dass Sparen wichtig ist, wird kaum jemand bestreiten. Wie genau gespart werden sollte, ist allerdings schon schwieriger zu beantworten: Die Möglichkeiten, Geld zu sparen und anzulegen, sind so vielfältig, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Aus Unsicherheit oder Bequemlichkeit meiden es viele, sich mit den unterschiedlichen Angeboten vertraut zu machen. Empfehlenswert ist dies nicht: Denn beim Thema Geldanlage ist eine ausgewogene Mischung entscheidend. Natürlich nicht nur da; auch in anderen Bereichen des Lebens ist die richtige Kombination qualitativ hochwertiger Zutaten der Schlüssel zum Erfolg – zum Beispiel beim Thema Craft Beer. Sehen Sie selbst, wie mit viel Leidenschaft eine gelungene Mischung entstehen kann:

Auf die richtige Mischung kommt es an

Auf die richtige Mischung kommt es an

Wie aus einer ausgewogenen Mischung von Zutaten ein wohlschmeckendes Getränk entsteht, wissen Sie nun - doch wie gelingt dieses Prinzip bei Ihren Finanzen? Der erste Schritt ist, sich mit einigen grundlegenden Sparformen näher zu beschäftigen – denn je nachdem, was Sie mit dem Sparen erreichen möchten, haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten. Für den Anfang bietet sich ein Dreiklang an, der die grundsätzlichen Sparziele abdeckt: Sparen für den Notgroschen, die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau.

Immer zur Verfügung: Tagesgeldkonto und Sparbuch

Ein Tagesgeldkonto oder Sparbuch funktioniert ähnlich wie ein Girokonto: Sie können jederzeit Geld einzahlen und grundsätzlich über Ihr Guthaben verfügen. Das ist besonders in Notfällen wichtig. So kommen Sie finanziell nicht ins Schlingern, wenn zum Beispiel das Auto in die Werkstatt muss oder die Waschmaschine kaputt ist und schnell Ersatz her muss. Kurzum: Das Tagesgeldkonto ist der richtige Ort für Ihren Notgroschen . Auch wenn Sie für kleinere Wünsche sparen, die Sie sich in den kommenden Wochen oder Monaten erfüllen möchten, ist ein Sparbuch genau richtig. Der Nachteil bei dieser Form des Sparens: In Zeiten niedriger Zinsen wächst Ihr Vermögen kaum. Wenn es besonders ungünstig läuft, verliert es sogar an Wert – nämlich dann, wenn die Teuerungsrate (Inflation) höher ist als der Zinsertrag. Es ist daher ratsam, neben Tagesgeld und Sparbuch noch weitere Sparformen in die persönliche Sparstrategie aufzunehmen.

Entspannt in die Zukunft: Private Altersvorsorge

Wie stellen Sie sich Ihr Leben in der fernen Zukunft vor? Viel Zeit mit den Enkeln verbringen? Auf Reisen gehen? In jedem Fall bestimmt: das Leben genießen. Bestimmt nicht: finanzielle Sorgen haben. Letzteres könnte der Fall werden, wenn Sie sich einzig auf die gesetzliche Rente verlassen – denn diese wird voraussichtlich wesentlich geringer ausfallen als das letzte Arbeitseinkommen. Daher empfehlen Rentenexperten, zusätzlich privat vorzusorgen. Dafür bieten sich zum Beispiel Riester-Verträge auf Fondsbasis an, die sich mit ihren attraktiven Zulagen vom Staat lohnen. Mit den eingezahlten Eigenbeiträgen sowie eventuellen Kinderzulagen und steuerlichen Erleichterungen kann ein ordentliches Finanzpolster für die eigene Altersvorsorge zusammenkommen – und damit die im Alter zur Verfügung stehenden Einkünfte entsprechend erhöhen.

Wie bei jeder anderen Geldanlage ist auch beim Riestern zu beachten:

Die private Vorsorge sollte genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Denn auch hier gibt es vielfältige Möglichkeiten. Um herauszufinden, welche für Sie die richtige ist, hilft ein Gespräch mit einem Altersvorsorgeexperten Ihrer Bank.

Aussichtsreicher Vermögensaufbau: Aktien und Fonds

Doch manchmal geht es nicht um das kaputte Auto, den nächsten Urlaub oder die Rente. Sondern einfach darum, Geld zur Seite zu legen und über die Jahre zu vermehren – sprich, um den Vermögensaufbau. Hier ist weniger entscheidend, jederzeit über das Geld verfügen zu können, als vielmehr langfristig eine attraktive Rendite zu erhalten. Dafür eignet sich eine Geldanlage am Kapitalmarkt, also in Aktien beziehungsweise Investmentfonds . Einzelne Aktien auszuwählen und sich ein Depot selbst zusammenzustellen ist allerdings eher etwas für Profis. Darum entscheiden sich viele Anleger lieber für Investmentfonds.

Die Mischung macht's

Investmentfonds streuen das Vermögen über verschiedene Anlageklassen wie Aktien, verzinsliche Wertpapiere oder Immobilien. So bieten sie eine gute Verteilung, die ein Privatanleger alleine kaum erzielen kann. Mit Fonds können Sie somit an den Chancen teilhaben, die die Kapitalmärkte bieten, und gleichzeitig bleiben die Risiken überschaubar, die mit dieser Anlageform einhergehen. Die Kurse der Wertpapiere im Fonds können nämlich durch Veränderungen am Kapitalmarkt schwanken, und es besteht ein grundsätzliches Ertragsrisiko. Es gibt übrigens ganz unterschiedliche Arten von Fonds, die sich jeweils auf verschiedene Anlageklassen konzentrieren. Schließlich hat jeder Anleger auch seine eigenen Vorstellungen: Der eine legt vor allem Wert auf Sicherheit und ist dafür auch mit einer geringeren Rendite zufrieden, ein anderer möchte die Aussicht auf höhere Erträge und wird auch bei stärkeren Kursschwankungen nicht nervös. Je nach persönlicher Einstellung ist dann zum Beispiel ein Rentenfonds einem Aktienfonds vorzuziehen – oder umgekehrt.

Wer sich für eine Fondsanlage interessiert, sollte auf eine passgenaue Anlagelösung achten.

So können Risiken gemindert werden, die durch Schwankungen von zum Beispiel Zinsen, Währungen und Rohstoffpreisen entstehen.

Auswahl der Zutaten: Das Fondsmanagement

Allen Fonds gemeinsam ist, dass sie unterschiedliche Wertpapiere enthalten. Nur, wer entscheidet über die Zusammensetzung des Fonds? Das Angebot an den Kapitalmärkten ist schließlich riesig, das macht die Auswahl geeigneter Titel zu einer Kunst für sich. Und genau darum kümmern sich die Fondsmanager: Sie behalten die Kapitalmärkte im Blick und entscheiden, welche Wertpapiere in den Fonds aufgenommen und welche vielleicht wieder verkauft werden. Je nach Ausrichtung des Fonds achtet das Fondsmanagement dabei auf ein ausgewogenes Verhältnis, zum Beispiel von renditestarken und soliden Titeln.

Genauso, wie es für jede Biersorte das passende Glas gibt, gibt es für jedes Sparziel die passende Anlage.

Ihr Weg zur ausgewogenen Mischung

Sie sehen: Bei Finanzen kommt es an vielen Stellen auf eine ausgewogene Mischung an – von der Kombination der verschiedenen Sparformen über die sorgfältige Auswahl von Wertpapieren bis zum Zusammenspiel der einzelnen Titel innerhalb eines Fonds.

Übrigens: Sie müssen sich nicht alleine um Ihre Finanzen kümmern. So, wie Sie auf die Braukunst der Craft-Beer-Experten vertrauen, können Sie auch auf Ihre Finanzexperten vertrauen: Ihr Bankberater weiß, worauf es beim Vermögensaufbau ankommt – und auch, wie Sie Ihre Sparziele erreichen. Ihn können Sie um Rat fragen, wenn Sie auf der Suche nach der richtigen Mischung für Ihre Geldanlage sind.

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